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Trient (it. Trento) ist die Hauptstadt der autonomen Provinz Trient und mit Bozen Hauptstadt und Verwaltungssitz der autonomen Region Trentino-Südtirol, der nördlichsten Verwaltungsregion von Italien. Die Stadt hat 108.577 Einwohner. (Stand 2004 ISTAT) Das Zentrum befindet sich auf einer Höhe von 194 m. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Fläche von 158 km².
Kultur und Sehenswürdigkeiten
An kulturellen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten wären in Trient vor allem zu nennen:
- Domplatz mit der Kathedrale San Vigilio und dem NeptunbrunnenSchloss Buonconsiglio, ehemaliger Sitz der Fürstbischöfe
-Kirche S. Maria Maggiore, 1520 im Renaissancestil erbaut
- Domplatz mit der Kathedrale San Vigilio, Palazzo Pretorio und dem Neptunbrunnen
verschiedene Palazzi im Zentrum
Auf der anderen Etschseite:
- Seilbahn nach Sardagna (bietet einen Ausblick auf die Stadt)
- Kirche S. Apollinare, 14. Jahrhundert
- Kirche San Lorenzo, 12. Jahrhundert
- Dante Alighieri-Denkmal
Museen
- Landeskunstmuseum im Schloss Buonconsiglio
- Historisches Museum von Trient im Schloss Buonconsiglio
- Tridentinisches Diözesanmuseum und urchristliche Basilika, Domplatz
- Tridentinisches Naturkundemuseum
- Museum des Trentiner Alpenvereins
- Städtische Galerie zeitgenössischer Kunst
- Museum Moderner und Zeitgenössischer Kunst (gemeinsam mit der Stadt Rovereto)
- Historisches Museum der Gebirgstruppen
- Museum "Gianni Caproni" - Luftfahrt, Wissenschaft und Innovation
- Trentiner Volkskundemuseum
Geschichte
Schon in der Vorgeschichte war das Etschtal viel begangen. Die Römer verwandelten die antiken Kommunikationswege in Straßenverbindungen zur Eroberung der alpinen Regionen.
Trient wurde von Kelten gegründet und später von den Römern erobert (Tridentum). Nach dem Fall des Weströmischen Reichs im Jahr 476 fiel die Stadt unter verschiedene Herrschaften, bis Heinrich II., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, im Jahr 1004 beschloss, den Bischöfen die weltliche Gewalt zu übertragen. Das 1027 von Konrad dem Salier gesetzte Siegel eröffnete ein neues Kapitel der Trienter Geschichte, während der sich die Stadt über acht Jahrhunderte behauptete.
1407 kam es in Trient zu einer Revolution. Adelige und Bürger der Stadt erhoben sich gegen den Bischof Georg von Lichtenstein (1390-1419). Gleichzeitig kam es zu Bauernaufständen in anderen Teilen des Trentino, so dass sich Herzog Friedrich mit der leeren Tasche gegen den Bischof wandte und ihn aus Trient vertrieb.
Die historische Bedeutung der Stadt liegt vor allem im Konzil von Trient von 1545-1563, das der Gegenreformation zum Auftrieb verhalf und ihren geistigen Rahmen bestimmte. In diese Zeit fällt auch die Neugestaltung von Teilen der Stadt im Renaissancestil. Zu dieser Zeit war Trient Sitz der Fürstbischöfe, die auch weltliche Macht ausübten. Ab etwa 1700 kam durch den Barockstil eine neue architektonische Prägung dazu.
Das Fürstbistum wurde 1796 durch den Einmarsch napoleonischer Truppen beendet und wurde danach Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie. Im 19. Jahrhundert begann mit der Verwirklichung technischer Werke wie der Verlegung des Etsch 1858 und dem Bau der Brennerbahn 1859 eine moderne Stadtentwicklung, es entstanden Palazzi der Staatsverwaltung und große Hotels.
Nach dem Ersten Weltkrieg fielen die Stadt und das Trentino durch den Vertrag von Saint-Germain an das Königreich Italien. Nach der Absetzung von Mussolini im Jahre 1943 wurde die Provinz Trient zusammen mit den benachbarten Provinzen Südtirol und Belluno Teil der sogenannten deutschen Operationszone Alpenvorland.
Seit den 50er Jahren erfreuen sich sowohl die Stadt als auch die ganze Region eines beständigen wirtschaftlichen Wachstums und gehören heute zu den wohlhabendsten Regionen Italiens. Die Provinz Trient genießt in bestimmten Kompetenzen eine teilweise Autonomie.
In Trient befindet sich das Italienisch-deutsche Historische Institut.
Trient wurde durch die Alpenkonvention zur Alpenstadt des Jahres 2003 erklärt.
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Quelle: www.wikipedia.de
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