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Novara ist eine Stadt in Italien, Hauptstadt der Provinz Novara in der Region Piemont. Sie liegt ca. 100 km von Turin und ca. 50
km von Mailand entfernt. Die Einwohnerzahl beträgt 102.746 (2005).
Geschichte
Das antike Novaria, das auf eine Gründung der Ligurer zurückgeht, war ein Municipium und lag an der Straße zwischen Vercellae
(Vercelli) und Mediolanum (Mailand). Seine rechtwinklige Anlage könnte auf die römische Zeit zurückgehen. Nachdem die Stadt 386
von Magnus Maximus wegen ihrer Parteinahme für seinen Rivalen Valentinian II. zerstört wurde, wurde sie von Theodosius wieder
aufgebaut. Danach wurde sie von Radagais (405) und Attila (452) geplündert.
Von den Langobarden wurde ein Herzogtum Novara errichtet, von Karl dem Großen eine Grafschaft. Die Stadt selber machte die
Entwicklung zu einer freien Kommune mit. 1110 wurde sie von Heinrich V. eingenommen und niedergebrannt, 1167 war sie Mitglied
des Lombardenbundes. Vor Ende des 12. Jahrhunderts akzeptierte sie die Protektion durch Mailand und kam so erst in die Hände der
Visconti und dann der Sforza.
1706 wurde Novara, das lange vorher von Filippo Maria Visconti an Amadeus VIII. von Savoyen abgetreten worden war, von
savoyischen Truppen besetzt. Beim Frieden von Utrecht fiel die Stadt zusammen mit dem Herzogtum Mailand an Österreich. Aber
nachdem sie 1734 von Karl Emanuel besetzt worden war, wurde sie ihm im nächsten Jahr zugesprochen.
Nach Napoleons Italienfeldzug wurde Novara Hauptstadt des Dipartimento dell'Agogna, um 1814 aber wieder an das Haus Savoyen
zurückgegeben zu werden. 1821 erlebten die Piemontesen an diesem Ort eine Niederlage gegen die Österreicher, bei der Schlacht
bei Novara am 23. März 1849 eine noch verheerendere, die zur Abdankung Karl Alberts und zur Österreichischen Besetzung der Stadt
führte. Die Niederlage der Piemontesen kann als eigentlicher Beginn des italienischen Risorgimento angesehen werden.
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Quelle: www.wikipedia.de
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