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Messina Urlaub Italien

Messina ist die drittgrößte Stadt Siziliens (Italien) und zugleich Verwaltungssitz der Provinz Messina.

Geschichte
Frühgeschichte
Messina wurde als griechische Kolonie im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet. Der ursprüngliche Name war Zancle (Sichel), wegen der Form der natürlichen Bucht. Die Treppe dorthin wird noch immer "Scalinata Zanclea" genannt. Im frühen 5. Jhdt. benannte Anaxilas von Rhegium die Stadt in Messene um, zu Ehren der griechischen Stadt Messene.
Messina wurde 396 v. Chr. durch die Karthager geplündert und gebrandschatzt, dann von Dionysius I von Syrakus wiederobert. Am Ende des ersten punischen Krieges war Messina eine freie Stadt, die mit Rom alliert war. Zu Zeiten der Römer erhielt Messina einen wichtigen Leuchtturm. Messana, wie die Römer die Stadt nannten, war der Stützpunkt von Sextus Pompejus, während seine Krieges gegen Oktavian. Die Münze des Sextus Pompejus zeigt den Pharos (Leuchtturm) von Messina und Scylla.

Mittelalter
843 wurde die Stadt durch die Araber, 1061 durch die Normannen erobert. 1450 gab es schon eine Giudecca ( jüd. Gemeinde ) im Quartiere Paraporto in Messina , wovon ein verlorengegangener Synagogenstein noch erzählt.

Unter den Staufern, Anjou und unter Aragon wurde Messina zusammen mit Palermo bis 1678 Hauptstadt des Regno di Sicilia. Durch Edikt von Roger II. erhielt Messina den Titel des " Caput Regni". Die "Zecca" zu Messina, die Münze, prägte Münzen mit dem Titel M.N.S.C "Messana nobile siciliae caput".Zitat aus The Jews of Messina[1] :...Frederick II ordered the Messina mint ( Münze von Messina ) to produce a new gold piece, the Augustan, that had the profile of the emperor. We have an order from 1239 given to ???????? Gaudio, a Jewish worker at the royal mint ( königlichen Münze ) in Messina...
Die Münze blieb bis 1678 ,der Rebellion von Messina erhalten. Messina war auch Sitz zweier bedeutender Konsulate:
- Consolato del Mare ( Konsulat des Meeres ), ein Konsulat, das die Rechtsstreitigkeiten der Handelsschifffahrt im Welthandel zu lösen hatte.
- Consolato della Seta ( Konsulat der Seide ), das Konsulat der Seidenhändler.

Neuzeit
Ein schweres Erdbeben zerstörte Messina am 5. Februar 1783. In seinem Werk „Spaziergang nach Syrakus" beschreibt der Schriftsteller Johann Gottfried Seume die "Palazzata" von Messina, die durch das Erdbeben von 1783 schwer beschädigt wurde:

„Die Hafenseite ist noch eine furchtbare Trümmer, und doch der einzige nahe Spaziergang für die Stadt. Noch der jetzige Anblick zeigt, was das Ganze muß gewesen sein; und ich glaube wirklich, die Messinesen haben Recht gehabt, wenn sie sagten: es sei in der Welt nicht so etwas prächtiges mehr gewesen, als ihre Façade an dem Hafen, die sie deswegen nur vorzugsweise den Palast nannten, und ihn noch jetzt in den Trümmern so nennen “
– Johann Gottfried Seume, „Spaziergang nach Syrakus"

Auch über ein anderes verlorengegangenes Bauwerk schreibt Seume:
„Die Kirche des heiligen Gregorius (San Gregorio) auf einer ziemlichen Anhöhe ist reich an Freskogemälden und Marmorarbeit: aber was mir wichtiger ist als dieses, sie gibt von ihrer Façade links und rechts die schönste Aussicht über die Stadt und den Meerbusen; und mit einem guten Glase muß man hier sehen können, was gegenüber am Ufer in Italien und in Rhegio auf den Gassen geschieht. “
– Johann Gottfried Seume, „Spaziergang nach Syrakus"

Die Palazzata wurde 1808 von Giacomo Minutoli erneut im klassizistischen Stil wiederaufgebaut, doch am Morgen des 28. Dezembers 1908 wurden sowohl die Palazzata als auch wichtige manieristische Kirchen, wie San Gregorio und San Annunziata von Guarino Guarini und die gesamt Stadt fast vollständig durch ein Erdbeben und einen darauf folgenden Tsunami zerstört. Mehr als 75.000 Menschen fanden den Tod.

1929 erging ein neuer künstlerischer Wettbewerb um die Rekonstruktion der Palazzata, den die Architekten Autore, Samonà, Viola und Leone mit ihrem Entwurf gewannen. Den "Palazzo dell´Ina" entwarfen Viola e Samonà (1935). Weiterhin entwarf der Architekt Autore (1936 ) das Gebäude "Banco di Sicilia". Zwischen 1938 und 1940, wurden nach dem Entwurf Viola und Samonà der ehemalige "Palazzo Littorio" und der "Palazzo dell'Inail " realisiert.

Sehenswürdigkeiten
Kirchen
Der Dom von Messina wurde im 12. Jahrhundert erbaut und nach dem schweren Erdbeben von 1908 in den Jahren 1919/1920 wiederaufgebaut. Im Jahre 1943 wurde der Dom nach einem Brand erneut wiederaufgebaut. Im Dom ruhen die sterblichen Überreste von Kaiser Konrad IV.
Die Kirche Madonna delle Grazie ist ein Werk des Simone Gullì, dem Architekten der Palazzata von Messina
Santissima Annunziata dei Catalani, eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert
Santa Maria Alemanna oder Santa Maria degli Alemanni: Es ist die einzige Kirche Siziliens die im 12. Jhdt. im rein gotischen Stil durch Baumeister des Deutschen Ritterordens ausgeführt worden ist.
San Filippo Neri , nach der la judaica di Messina des Professore Giuseppe Martino, soll sich hier die Synagoge befunden haben.

Brunnen
Die Quattro Fontane (ital. für vier Brunnen) wurden an den vier Ecken der Kreuzung der Straßen „via I Settembre 1847“ und „via Cardines“ errichtet. Sie wurden 1666 von Innocenzo Mangani, und 1714 von Ignazio Buceti angefertigt. Von den vier Brunnen wurden nach dem Erdbeben von 1908 lediglich zwei wieder an den ursprünglichen Ort zurückgebracht. Die anderen beiden Brunnen befinden sich heute im Museo Regionale.
Die Fontana di Orione (Orionbrunnen) steht auf dem Domplatz von Messina. Der Brunnen wurde 1547 von Giovanni Angelo Montorsoli geschaffen. Die Figuren stellen Orion, den mythischen Stadtbegründer Messinas und die vier anderen Statuen die vier Flüsse Nil, Tiber, Ebro und Camaro dar.
Die Fontana del Nettuno Neptunbrunnen wurde 1557 vom Bildhauer Giovanni Angelo Montorsoli geschaffen. Der Brunnen stellt Neptun und zu seinen Füßen die Gestalten aus der griechischen Mythologie Scylla und Charybdis dar.

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Quelle: www.wikipedia.de

 
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