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Arezzo, historisch Arretium, ist eine Stadt in der mittelitalienischen Region Toskana, nordöstlich von Siena. Sie ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und hat 94.000 Einwohner (Stand: Februar 2004) und ist damit die viertgrößte Stadt der Toskana (nach Florenz, Livorno und Prato).
Mit seinen Kaufherrenpalästen, Patrizierhäusern und Sakralbauten ist Arezzo ein Juwel mittelalterlicher Architektur und Kultur.
Sehenswürdigkeiten
Duomo – der 1033 vollendete Dom, dessen großformatige Glasgemälde von Fra Guillaume de Marcillat besonders sehenswert sind.
Die Kirche "San Francesco", deren Freskenzyklus von Piero della Francesca man sich auf jeden Fall ansehen sollte.
Casa del Petrarca – angeblich das Geburtshaus des Dichters, Humanisten und Gelehrten
Francesco Petrarca – mit einer Ausstellung zu seinen Werken
Casa di Giorgio Vasari – Der Maler und Baumeister, der u.a. die Uffizien und den Palazzo Vecchio in Florenz gebaut hat, erwarb 1540 das zweistöckige Haus und malte die Räume mit prächtigen Fresken aus
Die schräg abfallende Piazza Grande mit der Kirche Santa Maria della Pieve und dem Palazzo delle Logge (ebenfalls von Vasari entworfen)
Das Museo Archeologico Mecenate im ehemaligen Kloster San Bernardo mit Fundstücken aus etruskischer und römischer Zeit
Geschichte
Die Stadt ist etruskischen Ursprungs (sie gehörte zu den zwölf mächtigsten etruskischen Städten und zum Zwölfstädtebund) und an der antiken Via Cassia gelegen. Sie war seit dem 4. Jahrhundert nach Christi Geburt Bischofssitz, und in langobardischer und karolingischer Zeit Grafensitz; in nachkarolingischer Zeit dem Markgrafen der Toskana unterstellt. Die adlige und bischöfliche Verwaltung wurde im frühen 12. Jahrhundert durch die in Italien üblich werdende Konsularverfassung ersetzt. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts ersetzte die kommunale Bewegung die alte Regierung, die nun ganz von Konsuln gestellt wurde. Die damit verbundenen Kämpfe zwischen dem Volk (popolo) und den Adelsgeschlechtern ging allerdings weiter, wie es generell zu dieser Zeit zu sozialen Unruhen in den meisten Kommunen Ober- und Mittelitaliens kam. Die Stadt galt als ghibellinisch und somit als kaisertreu. Neben Pisa hielt sie als einzige Kommune der Toskana auch im frühen 14. Jahrhundert daran fest. So weilte hier Kaiser Heinrich VII. einige Zeit und erließ von hier aus auch verschiedene Gesetze.
Schöne Patrizierhäuser am Rande der PiazzaDie Kommune fiel bald darauf an Florenz. Es kam zu Aufständen, doch verblieb sie, von einigen Episoden abgesehen, unter florentinischer Herrschaft. Unter den Medici verfiel die Stadt, deren Blütezeit im 13. Jahrhundert schon längst überschritten war.
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Quelle: www.wikipedia.de
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